Wir fordern die Münchnerinnen und Münchner auf am 07.02.2026 auf die Straße zu gehen – für bezahlbares Wohnen für alle.
Treffpunkt: 13 Uhr, SPD München Oberanger 38, 4. Stock
Demobeginn: 14 Uhr, Odeonsplatz
Wohnen darf kein Luxus sein, Wohnen ist ein Grundrecht. Und nicht nur in München, sondern in der ganzen Region ist offensichtlich, dass Mangel an Wohnungen und steigende Mieten ein riesiges Problem sind. Selbst die Bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern ist nicht umhingekommen für Orte wie Marzling, Paunzhausen, Jesenwang, Finsing, Kottgeisering oder Moorenwies festzustellen, dass es sich um Kommunen mit einem angespannten Wohnungsmarkt handelt. Aber die reine Feststellung hilft niemandem weiter – und in Giesing, Sendling, Neuhausen, Aubing oder Trudering können die Mieterinnen und Mieter darüber wohl nur müde lächeln.
Wir in München handeln entschlossen und nutzen alle Möglichkeiten – dennoch gelingt es allein mit kommunalen Mitteln nicht, das Problem dauerhaft zu lösen. Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt in Bayern seit Jahren. München hat sie stabil gehalten – dank unserer Politik und 14.000 Neubauten. Das war und ist ein immenser Kraftakt, aber wir brauchen mehr.
Wir haben die Anzahl der Wohnungen in gemeinnütziger Hand (der Stadt gehörenden oder für soziale Zwecke gebundenen Wohnungen) in den letzten Jahren sogar deutlich ausbauen können und nähern uns der 100.000 Wohnungen. Und wir tun alles für mehr Mieterschutz und geringere Mieten, was wir in der Hand haben: Es gibt inzwischen 36 Erhaltungssatzungsgebiete, die etwa ein Fünftel der Bevölkerung und Wohnungen betreffen, um soziale Strukturen zu bewahren und Schutz vor Verdrängung bieten. Bei der Münchner Wohnen liegt die Durchschnittsmiete dank unserer Politik und des fortgesetzten Mietenstopps aktuell bei 8,06 Euro.
Wir fördern Akteure, die die Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht den Profit, so entsteht dauerhaft erschwinglicher Wohnraum – für die Mittelschicht, für Familien, für alle, die in dieser Stadt Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt haben. Unser Ziel am Ende der nächsten Stadtratsperiode sind 125.000 Wohnungen in gemeinnütziger Hand!
Gleichzeitig bleibt Wohnen die wichtigste soziale Frage in unserer Stadt und der Handlungsdruck sehr hoch.
Wohnen betrifft uns alle. Aber nicht alle gleich. Deshalb treten wir mit unserer Kraft im nächsten Stadtratz gezielt für Programme für bestimmte Gruppen ein:
Die Münchner SPD ist die Partei der Interessenvertretung der Münchner Mieterinnen und Mieter. Als solche sind wir Teil einer breiten und diversen Mieterschutzbewegung und lassen nicht zu, dass diese gespalten wird. Deswegen fordern wir zum zentralen Aktionstag der Mieterdemo „Uns glangt’s“ am 07. Februar 2026 die Bevölkerung zur Demonstration auf und haben sechs inhaltliche Forderungen für bessere Mietenpolitik für unsere Stadt:
Daher benötigt es einen Mietendeckel, der Wucher verhindert. Es bedarf in München eine Atempause für die Mieter*innen. Sechs Jahre, in denen die Mieten eingefroren werden und die Mieter*innen Sicherheit haben.
Wir brauchen einen Bruch des Hamsterrads, weil es nicht sein darf, dass die Wohnungsbauförderpolitik von Bund und Freistaat immer dazu führt, dass wieder Wohnungen aus den Bindungen fallen und sozialer Wohnungsbau damit wie von Geisterhand verschwindet. Daher ist die Wohnungsgemeinnützigkeit dringend ausbaubedürftig - es müssen die Akteure gefördert werden, die den Menschen und nicht den Profit in den Mittelpunkt stellen.
Es muss gelingen leistungslose Gewinne mit dem unvermehrbaren und existenziellen Gut ‘Grund und Boden’ abzuschöpfen, für die Allgemeinheit zu nutzen und Spekulation zu verhindern! Die Vorschläge sind in der Münchner SPD entwickelt worden, wir kämpfen weiter für politische Mehrheiten dafür.
Die Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern verkauft in München und darüber hinaus ihre Immobilien und ihren Grund, zu Lasten der Stadt und der Mieterinnen und Mieter. Stattdessen müssen Staatsimmobilien verbilligt an Genossenschaften und Kommunen für bezahlbaren Wohnraum und Gewerbe vergeben werden. Die Bodenpolitik von CSU, Freien Wählern und FDP führt ins Verderben einer gentrifizierten und leblosen Stadt.
Die vom Stadtrat beschlossene Verschärfung der Zweckentfremdungssatzung der Stadt München wurde vor Gericht aufgrund mangelnder gesetzlicher Möglichkeiten durch die Staatsregierung gekippt. Wir fordern eine Verstärkung des Einsatzes gegen AirBnB und andere Plattformen, gegen das Ausnutzen von Medizintourismus gegen das Allgemeinwohl, eine Übernachtungssteuer für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus und die Umwidmung von Bürogebäuden zu Wohnungen zu vereinfachen.
Viele Menschen können sich das Leben in den großen Städten, so auch in München, immer weniger leisten – es gibt Verdrängung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Familien, und auch Seniorinnen und Senioren. Als SPD ist es aber Teil unserer wichtigsten Ziele, dass sich die Menschen frei von ökonomischen Zwängen selbst entscheiden sollen, wo sie leben wollen und ein Zuhause finden. Wir wollen mit der Logik brechen, dass die Mieten immer weiter steigen – dafür braucht es eine echte Reform des Mietspiegels. Deswegen fordern wir eine Verlängerung des Bindungszeitraums des Mietspiegels und eine Verlängerung des Betrachtungszeitraums auf bis zu 10 Jahre. Alle Wohnungen, auch öffentlich geförderte und alle Bestandswohnungen müssen in die Erhebung und Berechnung einfließen. Ebenso dürfen Mieten, die über der Mietpreisbremse liegen und somit rechtswidrig sind, nicht in die Erhebung einfließen.
Mehr Infos zur Demo und zum Bündnis findest du hier.